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Re-Design für ein Bestattungsinstitut: Recht hübsch …

Für das Bestattungsinstitut hieß unsere Aufgabe, das bestehende Erscheinungsbild

  1. gestalterisch aufzuräumen, zu vereinheitlichen und
  2. rechtssicher zu machen.

Der erste Punkt klingt erstmal nach Kehrschaufel und Putzlappen, bedeutet aber:

  • die Logotypografie in ihrer Gewichtung anzupassen und
  • den Unternehmensnamen dabei korrekt und eindeutig erkennbar zu machen,
  • eine stimmige Logo-Komposition aus Typografie- und Bildelementen zu bilden,
  • die Akzidenzen (Briefbogen und Visitenkarten) konsequent in gleicher Verwendung von Typografie und Anordnung von Logo- und Bildelementen zu gestalten,
  • die Brief- und Rechnungsbogen an DIN-Normen anzupassen.

Und nun zu Punkt 2: Rechtssicher?
Richtig gehört.
Oft und gerne werden Logos auf Basis von Bildelementen gestaltet. Diese sind zwar schön anzusehen sind, deren urheberrechtliche Quellen aber nicht mehr so wirklich dokumentiert oder gar zweifelhaft sind.

Die Sache ist eben auch scheinbar einfach: im Web gegooglet sind Bilder und Grafiken einfach verfügbar, schnell bearbeitet und für das eigene Firmenlogo verwendet. Das böse Erwachen kommt dann, wenn der Urheber – ein Fotograf, ein Illustrator oder eine Bildagentur – plötzlich auf der Matte steht und auf Unterlassung und/oder Entschädigung pocht … Aus Schaden wird man klug: Bilder oder Illustrationen sind schlicht und einfach nur dann zu verwenden, wenn sie aus „sicheren“ Quellen stammen: auf der sicheren Seite ist, wer Lizenzen bei Bildagenturen erwirbt oder eigenes oder von einem beauftragten Fotografen erstelltes Material verwendet.

So oder so, nicht nur das Bild als Datei ist wichtig und sollte auch über den Ursprung der Datei dokumentiert sein. In besonderem Maße sind die Nutzungsrechte einzuholen und wasserdicht zu dokumentieren. Und nicht nur über zehn Jahre – wie beispielsweise die Buchhaltungsunterlagen einer GmbH – sondern 70 Jahre (§64, UrhG).

Das Bild oben zeigt die Akzidenzen (Briefbogen und Vistenkarten) im Vorher-Nachher-Vergleich.

Autor

Torsten Hellbusch

Torsten Hellbusch

… ist kritisch-innovationsfreudiger Traditionalist, kann analog und digital konzipieren, gestalten und produzieren, hat die einstmals schwarze Kunst in der Verlagsbranche gelernt, mag Computer mit Obst-Logo, kann aber Menschen verstehen, die das nicht tun, freut sich über gute Texte und schöne Bilder, glaubt an den Spruch „Totgesagte leben länger“, ist deshalb Anhänger von Werder Bremen und Gitarren-Musik und eher Jeans- und Sneakers-, denn Anzug- und Krawatte-Typ. Bei Jürgen Wolf Kommunikation ist er mitverantwortlich für Konzeption, Text, Gestaltung und Produktion.

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