Es war in den frühen Morgenstunden, als Serjoscha und Torsten den Wagen beluden. Gimbal, Stativ, Kartons mit Flyern – und ein Bollerwagen.
Die befa 2026 in Düsseldorf, die weltgrößte Fachmesse des Bestattungsgewerbes, öffnet ihre Tore nicht für Leute, die mit leeren Händen ankommen. Wer dort im Auftrag des Bestatterverbands Bayern unterwegs ist, hat etwas zu übergeben. Etwas, das Gewicht hat – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
Die beiden fuhren Donnerstagfrüh vollgepackt los. Jürgen und ich folgten Freitagmittag. Ich bin seit Mai Teil des Teams und hatte mit dem Besuch der befa die Möglichkeit, eine Branche kennenzulernen, die nach außen oft wenig sichtbar ist – und von innen umso mehr überrascht.
Vier Leute, zwei Aufträge: den Bestatterverband Bayern bei der Übergabe seiner Jubiläumspartner-Awards zum Jubiläum „75 Jahre Bestatterverband Bayern“ zu begleiten – und dabei selbst mittendrin zu sein. Denn die befa ist nicht nur Bühne für unsere Kunden. Sie ist auch unser eigenes Terrain.
Auf dem Messegelände wurde der Bollerwagen schnell zum Erkennungszeichen. Wer sah, wie sich da jemand durch die Hallen zog, beladen mit sorgfältig verpackten Awards, wusste: Das sind die Leute von Jürgen Wolf Kommunikation. Und sie meinen es ernst.
75 Jahre Bestatterverband Bayern – das ist kein rundes Datum, das man mit einem Abendessen abhakt. Es ist ein Anlass, der eine Kampagne verdient. Eine, die das ganze Jahr trägt.
Als der Kontakt zum Bestatterverband Bayern entstand, war schnell klar, dass es hier um mehr geht als einen klassischen Kommunikationsauftrag. Die Frage war: Wie feiert ein Verband, der seit 75 Jahren Bestattungskultur in Bayern mitgestaltet, dieses Jubiläum auf eine Art, die seiner Geschichte gerecht wird – ohne aufgeblasen zu wirken?
Die Antwort, die wir gemeinsam entwickelt haben: nicht mit einem einzigen Event. Sondern mit einer Kampagne, die Mitglieder, Partner und Öffentlichkeit durch das gesamte Jubiläumsjahr 2026 begleitet.
Seither begleiten wir den Verband mit allem, was eine solche Kampagne trägt – von der digitalen Präsenz über die Gewinnung von Jubiläumspartnern bis hin zur Dokumentation der Jubiläumsmomente.
Die befa ist keine gewöhnliche Fachmesse. Wer zum ersten Mal durch die Hallen des Düsseldorfer Messegeländes läuft, merkt schnell: Hier trifft eine Branche aufeinander, die nach außen oft im Stillen arbeitet – und intern umso lebendiger ist. Bestatter, Aussteller, Zulieferer aus allen Himmelsrichtungen, und mittendrin: ein Bollerwagen aus Darmstadt.
Für mich, noch ganz frisch in der Welt der Bestatter, war es die erste Gelegenheit, die Branche geballt kennenzulernen. Was ich vorfand, war keine graue Branche, sondern ein Handwerk mit Haltung. Menschen, die ihren Beruf ernst nehmen.
Für den Rest des Teams war die befa vertrautes Terrain. Für mich nicht – und gerade deshalb sind mir viele Eindrücke besonders hängengeblieben. Drei Tage, die man nicht plant, sondern erlebt.
Unser Auftrag auf der befa war klar: die persönliche Übergabe der Jubiläumspartner-Awards an die Partnerunternehmen des Jubiläums 75 Jahre Bestatterverband Bayern begleiten und dokumentieren. Klingt einfach. Ist es nicht.
Denn zwischen Messetrubel, vollen Hallen und engen Terminfenstern steckt eine Aufgabe, die Fingerspitzengefühl verlangt. Es geht nicht darum, einen Moment zu inszenieren. Es geht darum, ihn einzufangen, wie er wirklich ist. Ein Händedruck. Ein Lächeln. Die kurze Pause, bevor jemand den Award in den Händen hält und nickt.
Genau das haben wir dokumentiert. Keine Bühne, kein Scheinwerferlicht. Bilder, die zeigen, wie eine Partnerschaft aussieht, wenn sie nicht performt wird.
Der Bollerwagen rollte von Stand zu Stand. Jeder wusste Bescheid.
Wer auf der befa ist, arbeitet nicht nur. Er hört zu. Er fragt nach. Er bleibt auf dem Laufenden.
Zwischen den Award-Übergaben, den Kameraschwenks und dem rollenden Bollerwagen gab es etwas, das sich nicht fotografieren lässt: Gespräche. Mit Kunden, mit Partnern, mit Menschen, die das Team seit Jahren kennt – und solchen, die ich hier zum ersten Mal getroffen habe. Ein kurzer Austausch am Stand. Ein Kaffee in der Messehalle. Die Frage, was gerade bewegt, was kommt, was sich verändert.
Genau das gehört für uns zur Arbeit. Nicht als Pflichtprogramm, sondern als Haltung. Eine Agentur, die versteht, wie eine Branche tickt, muss in ihr unterwegs sein. Präsent. Neugierig. Ansprechbar.
Die befa ist dafür der richtige Ort. Drei Tage, auf denen mehr entsteht als Bilder und Protokolle – nämlich Vertrauen. Und das Wissen, dass man füreinander da ist. Nicht nur, wenn der Auftrag es verlangt.
Die befa war ein Kapitel. Aber nicht das letzte.
Am 23. Oktober 2026 feiert der Bestatterverband Bayern sein Jubiläum in München – der Höhepunkt eines Jahres, das wir von Anfang an mitgebaut haben. Wir krempeln die Ärmel hoch, denn bis dahin liegt noch Arbeit vor uns.
Wir werden dabei sein. Wie bei allem, was davor liegt.



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