#askub Teil 2: Strategie
Im zweiten Beitrag dieser Serie legen wir bewusst den Finger in eine offene Wunde: In vielen Projekten wird über Ziele gesprochen, bevor überhaupt eine gründliche Analyse vorliegt. Auch bei uns lief es nicht ganz lehrbuchmäßig chronologisch – wir steckten bereits mitten im Projekt, als wir die Analyse im Nachhinein sauber zusammengetragen haben. Umso wichtiger ist es jetzt, mit der Strategie klar zu benennen: Wozu und wofür treiben wir dieses Vorhaben eigentlich voran?
So hochtrabend der Begriff „Strategie“ klingt – im Kern bedeutet er nicht mehr und nicht weniger als die Formulierung von Zielen. Der Ort, an den wir gelangen wollen. Und ein Ziel ist ausdrücklich kein Wunsch. Wir sind weder auf dem Kindergeburtstag noch bei „Wünsch dir was“ – ein gutes Ziel folgt der SMART-Logik: spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert.
Die Grundlage für unsere Zielformulierung liefert die bereits erstellte SWOT-Analyse aus dem vorherigen Beitrag. Die strategische Aufgabe lautet nun:
Stärken und Schwächen sind dabei interne Faktoren, Chancen und Risiken externe – eine Unterscheidung, die für die spätere Maßnahmenplanung entscheidend ist.

Die Nutzung unserer Stärken ist vergleichsweise einfach zu formulieren: Wir bauen das Projekt so auf, dass wir selbst Arbeitserleichterung gewinnen – und unsere Kunden gleichzeitig Zugriff auf diesen Mehrwert erhalten. Das wird zugleich zum Kommunikationsanlass: Wir erlauben der Branche einen Blick hinter die Kulissen und zeigen, wie sinnvoll professionelles Bestatter Marketing tatsächlich ist und wie sehr Kunden von einer solchen Partnerschaft profitieren.
Dass dabei nebenbei auch die Kundenbindung gestärkt wird, liegt auf der Hand – das wollen wir aber nicht überstrapazieren, denn im Kern geht es um Transparenz und Vertrauen. Jeder Kunde kann sich sein Faktenbuch jederzeit herunterladen, kopieren oder anderweitig mitnehmen und notfalls auch ohne uns weiterarbeiten. Sollte am Ende einer Zusammenarbeit der Wunsch bestehen, alle Daten gesammelt zu übergeben, werden wir uns dem nicht verschließen.
Schwächen anzugehen ist dagegen eine Frage von Prozessen und Arbeitsstil: so wenig Aufwand wie möglich, bei so viel Nutzen wie möglich – eine Frage von klarer Kommunikation und Selbstdisziplin im Team.
Die Chancen sind vielfältig. Arbeitserleichterung und Kundenbindung wurden bereits genannt – darüber hinaus ist das Projekt selbst ein hervorragender Kommunikationsanlass, den wir bewusst und uneigennützig in die Branche tragen wollen.
Bei den Risiken geht es vor allem um ein mögliches Missverständnis: Manche unterschätzen den Aufwand hinter professionellem Bestatter Marketing und glauben, vergleichbare Ergebnisse ließen sich heute „schnell und kostenlos“ mit KI-Tools erzielen. Dieses Risiko schätzen wir jedoch als gering ein – im Gegenteil, es trennt die Spreu vom Weizen. Wer für fundierte, sorgfältige Marketingarbeit keine Wertschätzung entwickelt, ist möglicherweise ohnehin nicht der richtige Kunde für uns.
Neben den direkten SWOT-Zielen verfolgen wir noch ein weiteres, internes Ziel: den souveränen Umgang mit der Technik selbst zu erlernen. Das schafft für uns als Agentur und für jede einzelne Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter Wissen in einem zentralen Themenfeld – und zahlt damit fast nebenbei auf unsere internen Entwicklungs- und Qualitätsziele ein.
Mit Blick in die Zukunft wollen wir außerdem unseren Kunden ermöglichen, bestimmte Arbeiten selbst zu übernehmen – nach dem Prinzip Make-or-Buy. So müssen Kunden nicht für jeden einzelnen Handgriff bezahlen, sondern können sinnvoll selbst mitarbeiten: etwa in ruhigeren Phasen, um gleichzeitig eigene Expertise aufzubauen und sich Schritt für Schritt zu einem moderneren Dienstleister mit eigener Marketing-Kompetenz zu entwickeln.
Strategie heißt nicht, Wünsche zu sammeln, sondern aus einer ehrlichen Analyse heraus klare, erreichbare Ziele abzuleiten. Für unser Projekt bedeutet das: Stärken konsequent nutzen, Schwächen pragmatisch managen, Chancen aktiv kommunizieren und Risiken realistisch einordnen – immer mit dem Ziel, Bestatter Marketing für Kunden greifbarer, transparenter und wirksamer zu machen.
Im nächsten Beitrag geht es um Schritt drei des #askub-Modells: die Konzeption.
Und wenn du den Erstzen Teil verpasst hast – den findest du hier:
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